Man
bekommt eine sehr genaue Vorstellung von der
zunehmenden Standardisierung des Prozesses,
aber auch der Zweifel und Fragen von Peter Dienel
und den PZ-Promotoren.
Es
finden sich auch sehr beeindruckende Dokumente.
Zum Beispiel die Unterlagen des 1982 durchgeführten
Projektes „Zukünftige Energie“, in der die BürgerInnen
sehr präzise eine neue Meinung entwickelten
und ihre erste Meinung (Ersturteil) gegenüber
der Atomkraft geändert haben. Dies zeigt, dass
eine breite Anwendung dieses Modells ein großer
Gewinn für die Gesellschaft ist!
Kontakt
zum Dienel-Archiv:
Antoine Vergne, Mail: antoine.vergne@sciences-po.org
*********
6.02.2010
Aktuelle
Planungszellen:
Planungszelle
zur Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland
Pfalz:
www.planungszellen.rlp.de
Planungszelle
"Leben im Alter" Heringsdorf, Usedom
http://www.nexusinstitut.de/download/09-11-28_BG_Heringsdorf_END.pdf
Planungszelle "Unser Boulevard" Stadtplanung
in Artern:
http://www.nexusinstitut.de/download/09-10-01_BG_Artern_END.pdf
Planungszelle
"Zur Entwicklung der Universität Wuppertal",
NRW
Infos:
www.planungszelle.uni-wuppertal.de
*********
4.6.2008
Bürgergutachten
Agenda
2020 aus dem Volk
Die
Aufgabenstellung war umfangreich: Wie soll Bayern
in zehn bis zwanzig Jahren aussehen? 200 zufällig
ausgewählte Bürgerinnen und Bürger
aus dem Freistaat haben die Frage beantwortet.
Das Ergebnis des Bürgergutachtens: Die
Bayern sehen das Thema Bildung als oberste Priorität.
*********
Westdeutsche
Zeitung
Planungszellen
nicht zum Nulltarif !
Bürgerbeteiligung:
Pleite bei der Planungszelle
Die
Planungszelle kommt aus Wuppertal, wurde aber noch
nie in der Stadt eingesetzt. In Vohwinkel droht
die Bürgerbeteiligung am Geld zu scheitern.
Es
ist ein äußerst erfolgreiches und effektives
Verfahren der Bürgerbeteiligung, das seinen
Siegeszug vom Bergischen Land aus angetreten hat.
In der so genannten „Planungszelle“,
die vom kürzlich verstorbenen Wuppertaler
Soziologieprofessor Peter C. Dienel entwickelt
wurde, können nach dem Zufallsprinzip ausgewählte
Bürger mit der Unterstützung von Experten
Lösungen zu Fragen der Stadtentwicklung und
Stadtplanung erarbeiten. Sogar auf Landesebene
hat sich das Verfahren bereits bewährt.
Doch
obwohl sich das Verfahren seit den 70er Jahren
in vielen Kommunen etabliert hat, gab es in Wuppertal
selbst noch keine Planungszelle. Das sollte sich
jetzt eigentlich ändern.
*********
Nordwest-Zeitung - Oldenburg
Donnerstag, 23. Februar 2006
BÜRGERGUTACHTEN
Peter C. Dienel in Europa und Asien als Experte gefragt
VON SABINE SCHICKE
OLDENBURG
- Professor Peter C. Dienel hat immer getan, „was
dran war“. Und Ruhestand ist noch lange nicht
dran. Auch wenn der 83-Jährige schon lange
in Wuppertal lebt, der gebürtige Berliner in
ihm formuliert gern knackig volksnah.
Professor
setzt auf Wissen der BürgerInnen
Als
Theologe und Gesellschaftswissenschaftler würde
er wohl eher sagen:
„Der Mensch ist nicht für sich da, sondern
für die anderen.“ Und so hat der Soziologieprofessor,
der in den 60er-Jahren lange Studienleiter an der
evangelischen Akademie in Loccum war, ein Modell
entwickelt, das er Planungszelle nennt. Dabei werden
die Bürger in Entscheidungsprozesse einbezogen
und erarbeiten Lösungsvorschläge mit Unterstützung
von Experten.
Zunächst wurde der Wissenschaftler belächelt
für diese Form von Bürger-gutachten. Inzwischen
ist das Modell nicht nur in Deutschland, sondern
auch in Brüssel und Tokio gefragt. So soll
es helfen, dass manche Nationen Europa nicht länger
ein „Nein“ entgegenhalten.
Die Planungszellen funktionieren immer nach demselben
Modell: Fünfergruppen, deren Mitglieder aus
dem Einwohnermelderegister nach dem Zufallsprinzip
ausgewählt werden, erarbeiten Empfehlungen
für die Stadt, den Kreis oder das Land. Damit
sie das können, stehen ihnen Experten mit Vorträgen
zur Seite. „Alle machen sich mit großer
Ernsthaftigkeit an die Arbeit, da sie bezahlt werden
als Ersatz für ihren Verdienstausfall“,
berichtet der Professor. In Dutzenden Verfahren
wurde es erprobt: etwa in Lengerich, als ein großes
Areal neben der Fußgängerzone gestaltet
werden musste. Auch in Osnabrück, Hannover
und Graz waren die Bürger erfolgreich. „Die
Kosten sparen die Kommunen dadurch, dass die Planung
weitaus schneller umgesetzt wird und Widerspruchsverfahren
ausbleiben.“
Angeregt zu der Entwicklung des Verfahrens wurde
Dienel durch seine Erfahrung in der Düsseldorfer
Staatskanzlei. Dort war er Anfang der siebziger
Jahre mit Kollegen dem Ministerpräsidenten
unterstellt und erarbeitete Vorschläge für
Nordrhein-Westfalen und das Ruhr-Entwicklungsprogramm.
Sein Fazit: „Spitzenpolitiker denken nicht
an die Lösung langfristiger Probleme, sondern
wollen kurzfristigen Erfolg.“
Quelle: www.nwz-online.de
*********
22.
Januar 2006, Russland
Durchführung
von Testläufen der Innovation "Planungszelle"
in Russland
Das
Problem, die Menschen vermehrt in die politischen
Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen, tritt heute
weltweit ins öffentliche Bewusstsein. Evolutionäre
Stufen in der Entwicklung der Menschheit, wie die
Erfindung der Schrift oder jetzt auch die Einführung
der elektronischen Medien, revolutionieren die Möglichkeiten
einer Einbeziehung auf nicht vorhergesehene Weisen.
- Der heutige Bedarf nach "public participation"
wie auch die Möglichkeiten seiner Realisierung
wurden hier auf ihre Perspektiven hin untersucht.
Basic
Aspects
Für
die Katastrophen, die sich vor der heutigen Gesellschaft
als unausweichlich abzeichnen (Umwelt, Zunahme der
Distanz reich/arm, Energie, Hunger etc.), stellt
das Konzept "Revolution" keine Lösung dar.
In Paris brannten kürzlich tausende von Autos,
aber Aufstand ist nicht der Weg. Verteilungskämpfe
müssen heute vermieden werden. Das Arsenal,
das für solche Kämpfe eingesetzt werden
könnte, ist viel zu effektiv.
...
vollständiger Text: Novosibirsk.pdf