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Dienel-Archiv gegündet!


Das Lebenswerk von Prof. Dienel wurde in Berlin in das Dienel-Archiv überführt. Es besteht aus 120 Umzugskarton, die alle gesichtet worden sind. Das meiste besteht aus PZ-Projekt gebundenen Unterlagen.

Nach einer ersten Sichtung wurden die Dokumente in einem Findbuch gelistet. Das Findbuch hat im Moment 350 Einträge. Insgesamt wird geschätzt, dass die Zahl 1.200 bis 1.500 erreichen wird.

Ein Drittel der Dokumente sind jetzt eingetragen und repräsentieren 100 Archivkartons. Die Arbeit wird wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Viele Texte sind höchst interessant, weil sie die Geschichte der PZ und ihre Entwicklung wunderbar dokumentieren.

Prof. Dr. P.C. Dienel

10/2004
Foto: Paul-Roemer

Man bekommt eine sehr genaue Vorstellung von der zunehmenden Standardisierung des Prozesses, aber auch der Zweifel und Fragen von Peter Dienel und den PZ-Promotoren.

Es finden sich auch sehr beeindruckende Dokumente. Zum Beispiel die Unterlagen des 1982 durchgeführten Projektes „Zukünftige Energie“, in der die BürgerInnen sehr präzise eine neue Meinung entwickelten und ihre erste Meinung (Ersturteil) gegenüber der Atomkraft geändert haben. Dies zeigt, dass eine breite Anwendung dieses Modells ein großer Gewinn für die Gesellschaft ist!

Kontakt zum Dienel-Archiv:
Antoine Vergne, Mail: antoine.vergne@sciences-po.org

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6.02.2010

Aktuelle Planungszellen:

Planungszelle zur Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland Pfalz:
www.planungszellen.rlp.de

Planungszelle "Leben im Alter" Heringsdorf, Usedom
http://www.nexusinstitut.de/download/09-11-28_BG_Heringsdorf_END.pdf

Planungszelle "Unser Boulevard" Stadtplanung in Artern:
http://www.nexusinstitut.de/download/09-10-01_BG_Artern_END.pdf

Planungszelle "Zur Entwicklung der Universität Wuppertal", NRW

Infos: www.planungszelle.uni-wuppertal.de


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4.6.2008

Bürgergutachten

Agenda 2020 aus dem Volk

Die Aufgabenstellung war umfangreich: Wie soll Bayern in zehn bis zwanzig Jahren aussehen? 200 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus dem Freistaat haben die Frage beantwortet. Das Ergebnis des Bürgergutachtens: Die Bayern sehen das Thema Bildung als oberste Priorität.

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Westdeutsche Zeitung

14.5.2007

Planungszellen nicht zum Nulltarif !
Bürgerbeteiligung: Pleite bei der Planungszelle
 
Die Planungszelle kommt aus Wuppertal, wurde aber noch nie in der Stadt eingesetzt. In Vohwinkel droht die Bürgerbeteiligung am Geld zu scheitern.

Es ist ein äußerst erfolgreiches und effektives Verfahren der Bürgerbeteiligung, das seinen Siegeszug vom Bergischen Land aus angetreten hat. In der so genannten „Planungszelle“, die vom kürzlich verstorbenen Wuppertaler Soziologieprofessor Peter C. Dienel entwickelt wurde, können nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bürger mit der Unterstützung von Experten Lösungen zu Fragen der Stadtentwicklung und Stadtplanung erarbeiten. Sogar auf Landesebene hat sich das Verfahren bereits bewährt.

Doch obwohl sich das Verfahren seit den 70er Jahren in vielen Kommunen etabliert hat, gab es in Wuppertal selbst noch keine Planungszelle. Das sollte sich jetzt eigentlich ändern.

 
 
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Nordwest-Zeitung - Oldenburg
Donnerstag, 23. Februar 2006

BÜRGERGUTACHTEN
Peter C. Dienel in Europa und Asien als Experte gefragt

VON SABINE SCHICKE
 
OLDENBURG - Professor Peter C. Dienel hat immer getan, „was dran war“. Und Ruhestand ist noch lange nicht dran. Auch wenn der 83-Jährige schon lange in Wuppertal lebt, der gebürtige Berliner in ihm formuliert gern knackig volksnah.

Professor setzt auf Wissen der BürgerInnen

Als Theologe und Gesellschaftswissenschaftler würde er wohl eher sagen:
„Der Mensch ist nicht für sich da, sondern für die anderen.“ Und so hat der Soziologieprofessor, der in den 60er-Jahren lange Studienleiter an der evangelischen Akademie in Loccum war, ein Modell entwickelt, das er Planungszelle nennt. Dabei werden die Bürger in Entscheidungsprozesse einbezogen und erarbeiten Lösungsvorschläge mit Unterstützung von Experten.

Zunächst wurde der Wissenschaftler belächelt für diese Form von Bürger-gutachten. Inzwischen ist das Modell nicht nur in Deutschland, sondern auch in Brüssel und Tokio gefragt. So soll es helfen, dass manche Nationen Europa nicht länger ein „Nein“ entgegenhalten.

Die Planungszellen funktionieren immer nach demselben Modell: Fünfergruppen, deren Mitglieder aus dem Einwohnermelderegister nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden, erarbeiten Empfehlungen für die Stadt, den Kreis oder das Land. Damit sie das können, stehen ihnen Experten mit Vorträgen zur Seite. „Alle machen sich mit großer Ernsthaftigkeit an die Arbeit, da sie bezahlt werden als Ersatz für ihren Verdienstausfall“, berichtet der Professor. In Dutzenden Verfahren wurde es erprobt: etwa in Lengerich, als ein großes Areal neben der Fußgängerzone gestaltet werden musste. Auch in Osnabrück, Hannover und Graz waren die Bürger erfolgreich. „Die Kosten sparen die Kommunen dadurch, dass die Planung weitaus schneller umgesetzt wird und Widerspruchsverfahren ausbleiben.“

Angeregt zu der Entwicklung des Verfahrens wurde Dienel durch seine Erfahrung in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Dort war er Anfang der siebziger Jahre mit Kollegen dem Ministerpräsidenten unterstellt und erarbeitete Vorschläge für Nordrhein-Westfalen und das Ruhr-Entwicklungsprogramm. Sein Fazit: „Spitzenpolitiker denken nicht an die Lösung langfristiger Probleme, sondern wollen kurzfristigen Erfolg.“
Quelle:
www.nwz-online.de

 

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22. Januar 2006, Russland

Durchführung von Testläufen der Innovation "Planungszelle" in Russland

Das Problem, die Menschen vermehrt in die politischen Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen, tritt heute weltweit ins öffentliche Bewusstsein. Evolutionäre Stufen in der Entwicklung der Menschheit, wie die Erfindung der Schrift oder jetzt auch die Einführung der elektronischen Medien, revolutionieren die Möglichkeiten einer Einbeziehung auf nicht vorhergesehene Weisen. - Der heutige Bedarf nach "public participation" wie auch die Möglichkeiten seiner Realisierung wurden hier auf ihre Perspektiven hin untersucht.

Basic Aspects

Für die Katastrophen, die sich vor der heutigen Gesellschaft als unausweichlich abzeichnen (Umwelt, Zunahme der Distanz reich/arm, Energie, Hunger etc.), stellt das Konzept "Revolution" keine Lösung dar. In Paris brannten kürzlich tausende von Autos, aber Aufstand ist nicht der Weg. Verteilungskämpfe müssen heute vermieden werden. Das Arsenal, das für solche Kämpfe eingesetzt werden könnte, ist viel zu effektiv.

... vollständiger Text: Novosibirsk.pdf

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